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Aktueller Projekte

Forschung | Aktuelle Projekte

Shovakh Höhle, Israel

Die Shovakh-Höhle befindet sich innerhalb des Amud-Entwässerungssystems im nördlichen Israel. Die zuerst von S. Binford ausgegrabene und veröffentlichte Höhle erbrachte eine Abfolge mittelpaläolithischer, anthropogener Ablagerungen (ca. ~ 1.2) mit reichen Faunen- und Steinartefaktinventaren sowie Feuerstellen und einen einzelnen Neandertaler-Zahn. Eine neuerliche Ausgrabung in der Shovakh-Höhle gab 2016 Anstoß zu einem interdisziplinären Projekt, das auf die Klärung der Ablagerungsgeschichte, die radiometrische Datierung der Abfolge und die Untersuchung der Anpassungen mittelpaläolithischer Hominiden abzielt.

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Alapars 1, Armenien

Der Freilandfundplatz Alapars 1, Armenien, liegt etwa 25 km nördlich von Eriwan im Flusseinzugsgebiet des Hrasdan an den Ausläufern des Gutansar-Vulkans, unmittelbar angrenzend an einen rhyolithischen Obsidian-Dom. Der Fundplatz erbrachte eine ca. 5 m mächtige Abfolge von Ablagerungen und Böden mit drei mittelpaläolithischen Fundschichten. Die Steinartefakte spiegeln unterschiedliche Landnutzungsformen und Besiedlungsarten wider. Die Ergebnisse des Projekts werden eine wesentliche Kenntnislücke im Verständnis mittelpaläolithischer Siedlungssysteme des südlichen Kaukasus füllen.

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Kalavan-Region, Armenien

Kalavan liegt auf einer Höhe von ca. 1630 m über dem Meeresspiegel in  der nordöstlichen Abdachung der Aregunyats-Berge, die an das nördliche Ufer des Sevan-Sees grenzen. Paläolithische Fundstellen finden sich hier in einer Folge von vier Flussterrassen des Barepat-Flusses, die vom Mittleren Pleistozän bis in das Holozän reichen. Die Kalavan-Region ist damit ein zeitlich besonders langes Archiv, das Erkenntnisse über die technische Entwicklung im Verhältnis zu Umweltveränderungen und der Populationsdynamik früher Menschen im südlichen Kaukasus liefern wird.

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Felskunst von Gondershausen


Die wahrscheinlich altsteinzeitlichen Petroglyphen von Gondershausen im Rhein-Hunsrück-Kreis unterscheiden sich in ihren Darstellungsprinzipien deutlich von jenen der überregional bedeutenden mittelrheinischen Spätmagdalénien-Stationen Gönnersdorf und Andernach. Das Projekt ist der umfassenden Kontextualisierung der einzigartigen Felsdarstellungen gewidmet.

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Die Keilmesser der Balver Höhle: Gerätestandardisierung und seitigkeit

 


Die Balver Höhle in Westfalen liefert detaillierte Einblicke in die Standarisierung spätmittelpaläolithischer Geräteformen. Besonders die durch ihre asymmetrische Formgebung so charakteristischen Keilmesser erlauben Rückschlüsse auf Handpräferenzen und kognitive wie technische Fähigkeiten der letzt-eiszeitlichen Neandertaler.

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Geo-archäologische Prospektionen am Meerfelder Maar

 

Archive mit guten Erhaltungsbedingungen, die die Schwelle vom Mesolithikum zum Neolithikum hochauflösend abdecken, fehlen in Mitteleuropa nahezu gänzlich. Nach ersten archäologischen Funden dieser Zeitstellung, gezielten geo-archäologischen Prospektionen und anschließenden Sondagen verspricht das Meerfelder Maar in   der Eifel neue Erkenntnisse.

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Grenzen überwinden

Seit 2014 unterhält das FF Menschwerdung eine Kooperation mit dem „MOE Key Laboratory of Western China’s Environmental Systems“ an der Universität Lanzhou, Provinz Gansu.

Die Kooperation beinhaltet ein umfassendes Lehrprogramm zur „Archäologie der Menschwerdung“ sowie gemeinsame Feldforschungen im westchinesischen Lößplateau bzw. an der Grenze zum tibetischen Hochland.

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Neumarkt-Nord 2/0 - Steinartefakte


Diese Masterarbeit befasst sich mit der Grundformproduktion der Steinartefakte des frühweichsel-zeitlichen Fundkomplexes NN2/0 der Fundstelle Neumark-Nord. Vorherige Untersuchungen des Eem-zeitlichen Fundkomplexes NN2/2 zeigten, dass die  Grundformproduktion in NN2/2 sehr opportunistisch, auf das Gewinnen möglichst vieler scharfer Schneidekanten ausgerichtet war und dass die natürlichen scharfen Schneidekanten von Frostscherben bevorzugt wurden. 

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Ernährungsstrategien

Ernährungsstrategien frühmesolitischer Wildbeuter

Das Projekt untersucht die Wirtschaftsweise frühmesolithischer Jäger, Sammler und Fischer. Dabei nimmt ess den Blickwinkel eines paläo-ökonomischen Ansatzes ein, der wirtschaftswissenschaftliche Modelle auf prähistorische Gesellschaften anwendbar macht. Auf dieser Basis sind dann auch Vergleiche verschiedener Wirtschaftssysteme wie frühmesolithisches Jagen und Sammeln und neolithisches Ackerbauen und Viehzüchten möglich.

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Lezetxiki (Nordspanien)

Lezetxiki (Nordspanien): Vom Wechselspiel zwischen Mensch und Tier im Kantabrischen Gebirge.

Die Höhle von Lezetxiki (Nordspanien) liegt inmitten des Kantabrischen Gebirges, strategisch günstig zwischen der Kantabrischen Küste, dem Aquitanischen Becken im Nordosten und dem Ebro-Tal im Süden. Die Fundstellen innerhalb dieser Karstlandschaften sind von großer Bedeutung für das Verständnis von menschlicher Verhaltensevolution auf der nördlichen Iberischen Halbinsel. Sowohl die Funde menschlicher Knochen von Homo heidelbergensis, Homo neanderthalensis und Homo sapiens, als auch die lithischen Artefakte und die reichen archäozoologischen Reste (über 20.000 Stücke) tragen hierzu bei.

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Neumark-Nord

Interglaziale Landschaften und Anpassung des Neandertalers

Neumark-Nord ist ein einzigartiges Archiv für die Umwelt und Lebensweise von Neandertalern vor 120.000 Jahren. Im Rahmen eines DFG-Projekts konzentrieren sich aktuelle Analysen auf die Landnutzungssysteme der Neandertaler in dieser warmzeitlichen Seenlandschaft.

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Schöningen

Subsistenzstrategien mittelpleistozäner Homininen

In Schöningen (Niedersachsen) wurden die ältesten Waffen der Welt gefunden. Wurfspeere beweisen, dass schon Neandertaler vor 300.000 Jahren geschickte Großwildjäger waren. Die hochauflösenden Befunde und umfangreichen Tier- und Pflanzenreste dokumentieren die Subsistenzstrategien früher Menschen in warmzeitlichen Umwelten. Ein von der DFG seit 2013 gefördertes Projekt untersucht die Ablagerungsgeschichte in Schöningen. Auf dieser Basis werden das Siedlungsgeschehen und die Ernährungsweise von Neandertalern modelliert.

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Kůlna Höhle

Zur Bedeutung von Höhlen für die neandertalerzeitliche Landschaftsnutzung

Höhlen gelten völlig zu unrecht als klassischer Lebensmittelpunkt von Neandertalern. Nicht zuletzt die Forschungen in MONREPOS haben geholfen, mit der Mär des dumpfen Höhlenbewohners aufzuräumen. Aber es gibt Ausnahmen: In der riesigen Kůlna-Höhle (CZ)haben Neandertaler wiederholt gelebt. Das belegen die dicken Abfallschichten aus hervorragend erhaltenen Jagdbeuteresten. Um die Funktion von Höhlen in der neandertalerzeitlichen Landschaftsnutzung zu verstehen, untersucht das Projekt die Großtierreste aus Schicht 11, Sektor D.

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Ausbreitungswege früher Menschen

Prospektionen und Ausgrabungen an der unteren Donau, Südostrumänien

Das untere Donaugebiet nimmt für die Ausbreitung mehrerer frühmenschlicher Migrationswellen nach Europa eine Schlüsselstellung ein. Prospektionen in der südostrumänischen Lößsteppe führten zur Entdeckung der Fundstelle Dealul Guran. Mit etwa 400.000 Jahren ist sie eine der ältesten Fundstellen in Osteuropa. Technologische Analysen der Steinartefakte aus Dealul Guran geben Aufschluss über die Art der Landschaftsnutzung dieser Pioniere. Neue Prospektionen fokussierten auf die Ausbreitung und Datierung der Aschen des Kampanien-Ignimbrite Vulkanausbruchs.

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Ein Platz an der Tafel der Raubtiere

Die Bedeutung der Jagd für die früheste Besiedlung Europas im ökologischen Kontext

Die Großwildjagd gilt als die wichtigste Voraussetzung für die erste Besiedlung Europas. Europa war im Eiszeitalter durch extreme Warm- und Kaltzeiten geprägt. Als die kalten Klimaphasen immer länger wurden, haben sich Großwildgemeinschaften insbesondere die Raubtiergilden markant verändert. Diese Umwälzung hat dem Menschen eine ökologische Nische unter den Jägern bereitgestellt: Frühe Menschen fokussierten ihre Jagd auf große Säugetiere.

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Jagdwaffen

Ballistische Experimente zum Verständnis neandertalerzeitlicher und modernmenschlicher Jagdtechnologien

Frühe Jagdwaffen haben sich kaum erhalten. Nur ihre steinernen Geschossspitzen sind unvergänglich. Diese sicher zu erkennen und bestimmten Projektiltechnologien zuzuweisen, ist jedoch sehr schwierig. Winzige Beschädigungen an den Steinspitzen können verraten, ob und wie sie als Projektile benutzt worden sind. In Experimenten mit der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig wurden nachgebaute Geschossspitzen unter kontrollierten Laborbedingungen abgeschossen und dann mikroskopisch untersucht. Typische Aufprallgeschädigungen an den Spitzen lassen sich dann auf bestimmte Waffensysteme zurückführen und auch im archäologischen Material identifizieren.

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Taforalt

Die Ernährung früher moderner Menschen

Die Siedlungsreste der Höhle Taforalt (Marokko) spiegeln grundlegende Schritte der Entwicklung von Ernährung, Landschaftsnutzung und sozialer Organisation früher Moderner Menschen wider. Die Entdeckung des weltweit ältesten Schmucks und des größten epipaläolithischen Friedhofs Nordafrikas machten die Grotte des Pigeons weltweit berühmt. Taforalt wird seit 2003 in einem internationalen Kooperationsprojekt untersucht; unser Schwerpunkt liegt auf Analysen der Tierreste, aus denen sich die Entwicklung der Ernährungsstrategien und Landschaftsnutzung ablesen lässt.

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Lommersum & Breitenbach

Ernährungsstrategien und Landnutzung früher moderner Menschen in Mitteleuropa

Spezifische Ernährungsstrategien könnten uns modernen Menschen den entscheidenden Selektionsvorteil gesichert haben, durch den wir überlebten, die Neandertaler aber ausstarben. Während die Ernährung der Neandertaler mittlerweile recht gut erforscht ist, liegen die Anfänge modernmenschlicher Ernährung in Mitteleuropa weitgehen im Dunkeln. Das Projekt untersucht die Tierknochen der Freilandfundplätze Lommersum und Breitenbach. Sie spiegeln die tiefgreifenden Veränderungen in Ernährung und Landnutzungsstrategien wider, die mit dem Auftreten moderner Menschen in Europa einhergehen.

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Andernach

Strategien der Nahrungsverarbeitung am Ende des Eiszeitalters

Die Siedlungsreste von Andernach-Martinsberg bilden die Basis umfassender Untersuchungen zu Wohnen, Werken, Essen und Feiern. Der Platz im Neuwieder Becken wurde in zwei Phasen am Ende des Eiszeitalters besiedelt: im Magdalénien vor etwa 15.800 Jahren und in der Zeit der Federmessergruppen vor etwa 13.000 Jahren. Die gut erhaltenen Knochen und Siedlungsstrukturen überliefern alle Schritte der Nahrungsversorgung - von der Beschaffung über die Verarbeitung bis hin zur Zubereitung oder sogar Bevorratung. Ernährung ist hier im Kontext sozialer Konventionen und räumlicher Organisation überliefert.

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Chronologie

Erste Moderne Menschen in Europa

Die Pionierphase früher Moderner Menschen in Mitteleuropa ist ein Schlüsselmoment für das Verständnis unseres Verhaltens. Wir erarbeiten ein solides Chronologiegerüst für diese Zeit, das die einzelen Verhaltensnachweise ordnet. Über die letzten Jahre wurden gezielt mitteleuropäische Fundplätze aus dieser Zeit 14C datiert: Lommersum, Altwies-Langen-Aaker, die Buchenloch-Höhle, Breitenbach sowie die Magdalenahöhle und der Schwalbenberg bei Remagen.

 

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Anfänge des Wohnens

Die Siedlungsstrukturen von Breitenbach

"Wohnen" bedeutet eine Revolution in der Entwicklung menschlichen Verhaltens. Erst der Moderne Mensch richtet sich in Siedlungen und Landschaften regelhaft ein. An der 35.000 Jahre alten Fundstelle Breitenbach (Sachsen-Anhalt) untersuchen wir die frühesten Anfänge des Wohnens. Die exzellente Erhaltung organischen Fundmaterials, die immense Größe der Siedlung und die spezifischen Raumnutzungsmuster machen Breitenbach einzigartig.

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Technologie und Mobilität

Wandel vom Aurignacien zum Gravettien

Das Gravettien zwischen 30.000 bis 21.000 Jahren ist eine Phase umfassender sozio-ökonomischer Veränderungen. Ihre Ursachen scheinen in der Mobilität der Jäger- und Sammler begründet zu sein. Aufschluss über die Mobilitätsradien geben die Rohmaterialien der Steinwerkzeuge. Das Projekt untersucht die Strategien der Rohmaterialnutzung und -beschaffung an den Fundplätzen Breitenbach, Maisières-Canal (Belgien), Willendorf II (Österreich) und Potocka zijalka (Slowenien).

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Oelknitz

Regelwerke späteiszeitlichen Siedlungsverhaltens

In Oelknitz (Thüringen) lebten Menschen bereits vor ca. 15.500 Jahren zeitweise in dorfartigen Siedlungen zusammen. Die zahlreichen Steinartefakte, Knochen und Kunstgegenstände lagen in gut erhaltenen Siedlungsstrukturen. Sie unterscheiden sich räumlich nach ihren Fundverteilungen und Gruben. Die Forschungen an den zeitgleichen Fundplätzen Gönnersdorf und Andernach stehen in engem Zusammenhang. Frauenfiguren vom »Typ Gönnersdorf« können Symbol für ein gemeinsames Kommunikationsnetz und gleichartige Regelwerke sein.

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Kunst Zeichen

Die gravierten Zeichen von Gönnersdorf

Auf den Gönnersdorfer Schieferplatten befindet sich eine große Vielfalt abstrakter Gravuren. Sie werden nun erstmals systematisch dokumentiert und analysiert. Die möglichen Zeichen und Symbole tragen Informationen zu den späteiszeitlichen Regelwerken und ihrer Kommunikation. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Untersuchungen der Zeichentechniken.

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