Geburts-
stunde

Monrepos | Entstehung | Geburtsstunde

Geboren in den
romantischen Wäldern
des Mittelrheintals

Die Geschichte von MONREPOS beginnt mit zwei tropfnassen Gestalten auf einem abgesessenen Biedermeier-Sofa im vollgestopften Studierzimmer eines Jagdhaus des späten 19. Jh., mitten im Wald.

Stolz sehen sie aus und glücklich, aufgeregt wie Schuljungen sitzen sie vor Professor Bosinski, dem sie nun ihr visionäres Vorhaben unterbreiten: Hier über dem Rheintal, in den nebelschweren Wäldern von Monrepos, muss ein Forschungsmuseum ganz neuen Typs entstehen, ein Haus von Weltrang, in dem nichts weniger als Menschheitsgeschichte neu gedacht und ein Fundament für die „Wissensgesellschaft“ des nächsten Jahrtausends gelegt wird!

Ausgeheckt haben diesen Plan Dr. Hans-Georg Jungblut und Minister Johann Wilhelm Gaddum, späterer Vizepräsident der Deutschen Bundesbank, inspiriert durch einen langen Regenspaziergang in Monrepos Wäldern. Wir schreiben das Jahr 1983, das Jahr, in dem der Meter neu definiert und das erste Schwarze Loch entdeckt wurde. 15 Jahre zuvor war hier in Neuwied der Fundplatz Gönnersdorf entdeckt worden und sorgte seitdem für mächtig Wirbel – besonders in besagtem Jagdhaus, das die Archäologen als Basislager okkupiert haben.

EIN TRAUMORT FÜR DIE FORSCHUNG

Ein stabiles Gerüst musste her, um die visionäre Idee in die Tat umzusetzen und dauerhaft auf feste Füße zu stellen

Monrepos | Entstehung | Schöner forschen

Am 5. Juli 1984 wurde der „Förderkreis der Forschungsstelle Altsteinzeit e.V.“ gegründet; am 20. Juni 1986 die Prinz Maximilian zu Wied-Stiftung. Das international renommierte Römisch-Germanische Zentralmuseum Mainz verlieh von Anfang an Struktur und gewährleistete den Ausbau zu einem international bedeutenden Forschungsstandort.
Und nun - wohin? Manchmal passt einfach alles: Friedrich Wilhelm Fürst zu Wied, einer der zugkräftigsten Unterstützer von MONREPOS, bescherte der Stiftung ihren Traumort für die Unterbringung des Forschungsmuseums: Schloss Monrepos.

Jenseits des Mainstreams der großen Städte, aber im Herzen der frühmenschlichen Archäologie über dem Rheintal.
Am 29. April 1988 zogen der neu gegründete Forschungsbereich Altsteinzeit des Römisch-Germanischen Zentralmuseums und das Museum für die Archäologie des Eiszeitalters in Schloss Monrepos ein.

Monrepos | Entstehung | Weltweit anerkannt

Von Monrepos
in alle Welt

Standen bis Ende der 80er Jahre die weltberühmten Fundstellen des Neuwieder Beckens im Fokus, arbeitet MONREPOS -seit 2003 unter der Leitung von Prof. Dr. Sabine Gaudzinski-Windheuser- in Kooperationsprojekten in aller Welt. Dazu gehören u. a. Forschungen in Dmanisi (Georgien), ´Ubeidiya, Gesher Benot, Ya´aqov (Israel), Solutrée (Frankreich), Taforalt (Marokko) und Willendorf (Österreich).

Sie bilden auch ein wichtiges Fundament der universitären Lehre und integrieren den wissenschaftlichen Nachwuchs in das internationale Forschungsnetzwerk von MONREPOS.

In seinen Anfängen war MONREPOS mit dem Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität Köln assoziiert; seit 2003 mit dem Arbeitsbereich Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie des Instituts für Altertumswissenschaften der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Die strategische Neuausrichtung 2011, die Entwicklung eines eigenen Forschungsleitbilds und neuen Forschungsschwerpunkts etablieren MONREPOS auch in Zukunft international als Vorreiter in der Archäologie der frühen Menschheitsgeschichte.